Neue Galerie Gladbeck
Neue Galerie Gladbeck

Innenansicht des neuen Anbaus (Bauphase)
Innenansicht des neuen Anbaus (Bauphase)

Die Neue Galerie Gladbeck


Zwischen Peripherie und Zentrum – Grenzüberschreitung in und aus Gladbeck


Eine inhaltliche Umorientierung von lokaler und regionaler hin zu  hochwertiger zeitgenössischer Kunst gab es in Gladbeck schon seit Mitte der 90er Jahre. Hier stellten bereits Paul Schwer, Judith Samen oder Sven Drühl ihre Werke aus.

Ein Gastronomiebetrieb wurde zur Attraktivierung der Kunstszene in die hiesige Galerie integriert und ab dem Jahr 2000 dachte man bereits über eine Erweiterung der Räumlichkeiten in Form eines Anbaus nach. Doch von Seiten der Stadt Gladbeck, damals noch Betreiber der Galerie, wurde signalisiert, dass die finanziellen Mittel für die Aufrechterhaltung des Kulturbetriebes nicht mehr ausreichten. Aus diesem Grund wurde ein Trägerverein gegründet, der das ehrgeizige Projekt stemmen sollte. Die Vereinsarbeit und dessen jetzige Autonomie war ein stetiger Prozess: Vom Kuratieren über die Organisation, bis man letztendlich die Hardware selbst in die Hand nahm und den Neubau realisierte.

2006 schloss der Galeriebetrieb; Umbauplanung sowie Gelderakquirierung setzte ein (neben privaten Geldern und städtischem Zuschuss wurden auch 50 gespendete Kunstwerke namhafter Künstler versteigert). Auch vom Land NRW gab es eine Zuwendung, denn Kulturstaatssekretär Hans-Heinrich Grosse-Brockhoff war sowohl von dem bürgerlichen Engagement, wie auch von Inhalt und Struktur des Programms überzeugt.

Am Freitag, den 13. November 2009 öffnete die „Neue Galerie Gladbeck“ um 20 Uhr ihre Pforten – mit riesigem Andrang: fast 350 Gäste drängten sich bei der Vernissage zusammen, um den neuen Raum und seine erste Ausstellung („Werner Pokorny. >schwarz<. Skulptur und Zeichnung“) in Augenschein zu nehmen.

Neben den positiven Reaktionen der Zuschauer gab es ebenso lobende Worte vom Kulturstaatssekretär wie von Gladbecks Bürgermeister Ulrich Roland.

Insgesamt vier Ausstellungen, die turnusmäßig wechseln, werden pro Jahr unter der Federführung von Ausstellungsplaner Gerd Weggel in Gladbeck präsentiert. Dabei wird der inhaltliche Schwerpunkt auf qualitativ hochwertige, zeitgenössische Kunst gesetzt sowie auf die Förderung hoffnungsvoller Talente aus den Meisterklassen der Kunstakademien. Suchen, versuchen, sich auf den Weg machen, verändern – diese Attribute kennzeichnen das Konzept in den neuen Galerieräumen Gladbecks.

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