Neue Galerie Gladbeck
Neue Galerie Gladbeck

Mirjam Völker

Abseite

05. April – 07. Juni 2019

Eröffnung: Freitag, 05. April 2019, 19.30 Uhr

Zur Eröffnung sprechen

Gereon Felderhoff, Geschäftsführer Verein der Freunde und Förderer Neue Galerie Gladbeck

Zur Ausstellung spricht Dr. Gerhard Finckh, Direktor des Von-der-Heydt Museums Wupertal

Mirjam Völker Bann, 2015 Acryl auf Leinwand 180 x 220 cm, Sammlung Hildebrand, Leipzig courtesy Galerie EIGEN + ART Leipzig/Berlin Foto: Stefan Fischer, Leipzig

Mirjam Völker Bann, 2015 Acryl auf Leinwand 180 x 220 cm, Sammlung Hildebrand, Leipzig courtesy Galerie EIGEN + ART Leipzig/Berlin Foto: Stefan Fischer, Leipzig

Die Bilder von Mirjam Völker zeigen Hütten, die als hölzerne Relikte, verwachsen in ein Gewirr aus zahllosen Ästen und Zweigen ihre Schutzfunktion längst eingebüßt haben. Wenn Völker uns hinters Licht führt, geht es nicht allein um optische Täuschungen. Die Künstlerin zeigt uns die Welt hinter dem Licht, die Welt der Schatten. In dieser Welt vervielfachen sich Horizonte, die Blickwinkel verschwimmen. In dieser Welt verzerrt sich aber nicht nur der Raum, auch die Zeit überschreitet ihre vorgegebenen Grenzen.

Mirjam Völker Nachtschatten, 2014 Kohle und Bindemittel auf Papier 122 x 92 cm, courtesy Galerie EIGEN + ART Leipzig/Berlin Foto: Stefan Fischer

Mirjam Völker Nachtschatten, 2014 Kohle und Bindemittel auf Papier 122 x 92 cm, courtesy Galerie EIGEN + ART Leipzig/Berlin Foto: Stefan Fischer

Völker arbeitet in farbiger Acrylmalerei und teils großformatigen Kohlezeichnungen. Dabei werden sowohl in den malerischen Arbeiten als auch in den Zeichnungen die strengen Kompositionen um abstrakte Formen ergänzt und verschiedene Perspektiven übereinander geschichtet. So verfügen die Strukturen der realistischen, detaillierten Zeichnungen über Materialität, während gleichzeitig grafische Elemente zu perspektivischen Brechungen führen. Das Licht inszeniert das Dargestellte, wobei die pointierte Ausleuchtung starke Schattenwürfe und Transparenzen hervorruft.

 Mirjam Völker Biwak, 2015 Acryl auf Leinwand 80 x 100 cm, Sammlung Hildebrand, Leipzig, courtesy Galerie EIGEN + ART Leipzig/Berlin Foto: Stefan Fischer, Leipzig

Mirjam Völker Biwak, 2015 Acryl auf Leinwand 80 x 100 cm, Sammlung Hildebrand, Leipzig, courtesy Galerie EIGEN + ART Leipzig/Berlin Foto: Stefan Fischer, Leipzig

Durch diese technischen Mittel wird der scheinbar sichere Einstieg in die Behausung zur instabilen Leiter ins Ungewisse; kräftige Stützen zu wackeligen Stelzen, die kaum dem Wind standzuhalten vermögen, geschweige denn Wassermassen. Nester dienen nicht dem Schutz ihres allzu zerbrechlichen Inhalts, sondern dem lichten Übergang in eine unendliche Tiefe. Völker „möchte keine Geschichten heraufbeschwören, es kommt ihr auf die Stimmungen an“. Dabei erweist sich „das Weltausschnitthafte und Ortenthobene der Situation“ als wesentlicher Aspekt ihres künstlerischen Œuvres. Die Elemente scheinen eine weitere, besondere Rolle in Völkers Bildern zu spielen – Wasser, Feuer, Erde und Luft. Geraten sie erst aus den Fugen, dann mit ihnen auch die Hütten.

Auszüge aus einem Text von Fiona Geuß

 Mirjam Völker Wehr, 2017 Acryl auf Leinwand 230 x 190 cm, Private Collection / Basel, courtesy Galerie EIGEN + ART Leipzig/Berlin Foto: Uwe Walter, Berlin

Mirjam Völker Wehr, 2017 Acryl auf Leinwand 230 x 190 cm, Private Collection / Basel, courtesy Galerie EIGEN + ART Leipzig/Berlin Foto: Uwe Walter, Berlin

Mirjam Völker (*1977 in Wiesbaden) studierte an der Johannes-Gutenberg-Universität in Mainz und an der Hochschule für Grafik und Buchkunst in Leipzig. 2008 bis 2010 war Völker Meisterschülerin in der Klasse von Neo Rauch.

Ihre Arbeiten waren in zahlreichen Gruppenausstellungen zu sehen, wie beispielsweise im Museum der bildenden Künste Leipzig (2018), im Kunstverein Esslingen (2016), in der Stadtsparkasse Gevelsberg (2015), im Westwerk Leipzig (2014), im Kunstverein Speyer (2011). Außerdem hatte sie Einzelausstellungen in der Kunsthalle Göppingen (2019), im Kunstverein Wiesbaden (2017) sowie in der Galerie EIGEN + ART, die sie seit 2016 vertritt.

Zur Ausstellung liegt eine Edition vor.


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