Neue Galerie Gladbeck
Neue Galerie Gladbeck

Photographien von DONATA WENDERS

30.08. – 01.11. 2019

Eröffnung: Freitag, 30. August 2019, 19.30 Uhr

Begrüssung:
Daniel Salamon, Mitglied des Vorstands
Verein der Freunde und Förderer der Neuen Galerie Gladbeck e.V.
Brigitte Puschadel, stellv. Bürgermeisterin der Stadt Gladbeck
Einführung:
Felix Krämer, Generaldirektor Kunstpalast, Düsseldorf
Donata Wenders, Studie-XV, Berlin 2019 courtesy the artist
Donata Wenders, Studie-XV, Berlin 2019 courtesy the artist

Die Neue Galerie Gladbeck zeigt vom 30. August bis zum 1. November in der Ausstellung “Photographien” über 40 Arbeiten der Photokünstlerin Donata Wenders, die zwischen 1998 und 2019 entstanden sind.

Donata Wenders wurde 1965 in Berlin geboren. Nach einem Studium der Film- und Theaterwissenschaften begann sie zunächst als Kamera-Assistentin und Kinematographin zu arbeiten. Schnell schon kristallisierte sich ihre Vorliebe für die Photographie heraus, der sie sich seit Mitte der 1990er Jahre widmet.

Ursprünglich vom Film kommend begleitete sie seit 1995 alle Dreharbeiten ihres Mannes Wim Wenders auch als Set Photographin. Aus dieser Zeit stammen etwa die ikonischen Portraits der unvergessenen Musiker des Buena Vista Social Club (1998), aber auch Milla(1999) und Pina I (2004). Mehr und mehr wendet sich Donata Wenders ihren eigenen Bildthemen zu. Dabei gilt ihre Leidenschaft der schwarz/weiß Photographie, die in ihrer Reduktion konzentrierten Bildkompositionen zuspielt. Es entstehen analoge Photographien, die sich auf die Suche nach dem Wesen ihrer Sujets begeben, sie zeichnen die innere Schönheit der Portraitierten auf und beschreiben zunehmend das Situative eines Augenblicks. Immer wieder spielt die Photographin mit Schärfe und Unschärfe, setzt Stoffe und natürliche Strukturen als zusätzliche Bildelemente ein, durch die sie versucht, das Unsichtbare greifbar und für den Betrachter visuell erlebbar zu machen.

Donata Wenders, Time to Read, Montreal, 2014 courtesy the artist
Donata Wenders, Time to Read, Montreal, 2014 courtesy the artist

Der langsame Ablösungsprozess der analogen durch die digitale Photographie hinterlässt auch in Donata Wenders’ Werk Spuren. Als Gegengewicht zur alltäglichen Flut flüchtiger, immaterieller Bilder interessiert sie zunehmend die handwerkliche und haptische Umsetzung eines photographischen Abzugs. Um nur zwei Beispiele zu nennen, die in der Ausstellung zu sehen sind, entsteht 2005 die Serie Journey to Onomichi, für die sie reine Silbergelatine auf Papier transferiert oder 2017/2018 die Serie von Photogravüren Studie. Donata Wenders begibt sich verstärkt auf die Suche, Photographie im wahrsten Wortsinn zeichnerisch zu verstehen und das Licht vor der Kamera ein Bild zeichnen zu lassen. Parallel dazu entwickelt sich der Wunsch, digitale Bilder digital wiederzugeben, was sich in einer Reihe von filmischen Installationen kristallisiert, von denen drei in Gladbeck gezeigt werden: James Reading – Reading James (2015), Truth (2018) und zuletzt Through My Window (2019). In ihnen erweitert und vertieft Donata Wenders ihre Aufzeichnungen von Licht und Zeit und fügt durch die Anreihung von Bildern eine erzählerische Komponente hinzu.

In ihrem photographischen Schaffen erzählt Donata Wenders innere Geschichten, die sich in bewegten Gesten in eine sichtbare Welt übersetzen. Sie führt die Photographie wieder zur puren Wahrnehmung des Lichts und somit zum Nukleus eines Bildes zurück – zur Faszination für die Spuren der Gegenwart.

Anna Duque y González, August 2019

Donata Wenders, Immersion, Wuppertal, 2011 courtesy the artist

Donata Wenders, Immersion, Wuppertal 2011, courtesy the artist

Donata Wenders’ Arbeiten sind weltweit in Museen und Galerien gezeigt worden. 2006 erschien ihr Buch „Islands of Silence“. 2016 entstand aus der künstlerischen Auseinandersetzung heraus der Ausstellungskatalog „Vanishing Point. Donata Wenders – Robert Bosisio“ sowie 2018 „Leiko Ikemura im Dialog mit Donata und Wim Wenders“. Zahlreiche Bücher wie “PINA – Der Film und die Tänzer” (2012), “Don’t Come Knocking” (2005), “The Buena Vista Social Club” (2000), “The Heart is a Sleeping Beauty: The Million Dollar Hotel” (2000) und “Beyond the Clouds/ My Time with Antonioni” (1995) zeugen von der gemeinsamen Arbeit mit ihrem Mann Wim Wenders. Donata Wenders Photographien erscheinen in internationalen Zeitungen und Zeitschriften wie Egoïste, #59 Magazine, BLAU Magazin, The New York Times, Vogue, W, Deutsch, The Rolling Stone, Kult, Esquire, Pen, Let’s Panic und prägen zahlreiche Plattencover.

Zur Ausstellung erscheint eine Edition.


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Mit freundlicher Unterstützung von

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