Neue Galerie Gladbeck
Neue Galerie Gladbeck

HENNING STRASSBURGER

Meditations in an Emergency

27. Januar – 24. März 2017

Eröffnung: Freitag, 27. März, 19.30 Uhr

Zur Eröffnung sprechen Ulrich Roland, Bürgermeister der Stadt Gladbeck und

Gereon Felderhoff, Geschäftsführer des Vereins Neue Galerie Gladbeck

Die Einführung hält Dr. Jeni Fulton, Editor in Chief, Sleek Magazine

Der Titel der Ausstellung “Meditations in an Emergency“ entstammt dem gleichnamigen  Gedichtband des amerikanischen Beatnik-Poeten Frank O’Hara von 1954, einer literarischen Zusammenfassung moderner Grundbefindlichkeiten in New York.

Henning Strassburger: Truther, 2016, 300x210 cm, Öl auf Leinwand, Foto: Nick Ash. Courtesy Galerie Sies+Höke, Düsseldorf

Henning Strassburger: Truther, 2016, 300x210 cm, Öl auf Leinwand, Foto: Nick Ash. Courtesy Galerie Sies+Höke, Düsseldorf

Doch verweist er ebenso auf die 2. Staffel der TV-Serie Mad Man. In dieser bekommt der stets über allen Dingen stehende Hauptdarsteller Don Draper, ein kreativer Werbestar im Maßanzug, von einem jungen Künstler vorgehalten, dass ihn das Buch „Meditations in an Emergency“ kaum interessieren dürfte. Draper wird aus seiner Rolle gerissen und von einem jüngeren Gegenüber zu einem ‚uninteressanten’ und alternden Typus im Anzug degradiert. Er definiert im Folgenden seine eigene Person um und koppelt sich als Individuum von der Repräsentanz des Anzuges ab. Dadurch kann er sich weiterhin als jung und kreativ definieren.
Diese eigenartige Verschiebung von Rollenmustern war die Grundlage der 10 Malereien, die Henning Strassburger eigens für die Ausstellung in der Neuen Galerie Gladbeck angefertigt hat. Sie basieren auf zwei Kohlezeichnungen von Celebreties in skandalträchtigen Kussszenen: Justin Bieber im Striplocal als Social Media Fake und Madonna mit Britney Spears während der MTV Music Video Awards 2003. Die Motive dienen als plakative Rollenmodelle der Jugend und der Kreativindustrie. Die Zeichnungen wurden dann in ihre einzelnen Elemente zerlegt. In ihrer Neukombination sind abstrakte Malereien entstanden, die stets auf die aufgeladenen Urpsrungsmotive verweisen. Ihrer Vorlage komplett entledigt, transformieren sie sich zu etwas neuem: Obwohl sie wie lapidare Gesten wirken, können sie zu keinem Zeitpunkt zufällig sein und tragen ihre ursprüngliche Bedeutungsebene latent in sich.

Henning Strassburger: Shore Break, 2015, 300x210 cm, Öl auf Leinwand, Foto: Nick Ash. Courtesy Galerie Sies+Höke, Düsseldorf

Henning Strassburger: Shore Break, 2015, 255x200 cm, Öl auf Leinwand, Foto: Nick Ash. Courtesy Galerie Sies+Höke, Düsseldorf

Diesen abstrakten Bildern zur Seite gestellt sind vier kleinformatige Malereien von Teenie-Magazin-Covern, die ihre Oberflächlichkeit offen vor sich hertragen. Trotz realistischem Ansatz sind sie nur ein Ansammlung von Rollenplatzhaltern und Slogans und bleiben in ihrem Aufgesetzt-Sein rein abstrakt.
Henning Strassburger beschäftigt sich in seiner Arbeit mit der Verortung von Malerei in einen zeitgenössischen Bildkanon und der Fragestellung nach der Möglichkeit einer malerischen Erzählung heute.

Henning Strassburger: Overlove, 2016, Öl und Kohle auf Leinwand, 255 x 200 cm, Foto: Nick Ash. Courtesy Galerie Sies+Höke, Düsseldorf

Henning Strassburger: Overlove, 2016, Öl und Kohle auf Leinwand, 255 x 200 cm, Foto: Nick Ash. Courtesy Galerie Sies+Höke, Düsseldorf

Henning Strassburger (1983 geboren in Meißen), 2006 – 2009 Kunstakademie Düsseldorf, 2014 Artist-in-residence und Visiting professor, UVLA University of Las Vegas, 2015 – 2016 Gastprofessor, Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Karlsruhe. Lebt und arbeitet in Berlin.

Seit 2009 zahlreiche institutionelle Einzel- und Gruppenausstellungen sowie Werke in öffentlichen und privaten Sammlungen, u.a.:
Autocenter, Berlin. BolteLang, Zürich. Galerie Nagel+Draxler, Köln. Golden Pudel Club, Hamburg. Haus der Kunst, Solothurn. Hospitalhof Stuttgart. Indianapolis Museum of Contemporary Art, Indianapolis. Kavi Gupta Gallery, Chicago. Kunsthalle Athena, Athen. Kunsthaus Hamburg. Künstlerhaus Bethanien, Berlin. Kunstsammlung Deutsche Bundesbank, Frankfurt am Main. Kunstverein Heppenheim. Kunstverein Reutlingen. Nassauischer Kunstverein, Wiesbaden. Oldenburger Kunstverein, Oldenburg. Palazzo Fruscione, Salerno. Salts, Birsfelden. Salon Dahlmann, Berlin. Sies + Höke, Düsseldorf. Soy Capitán, Berlin. Verein für Raum und Form in der Bildenden Kunst, Wien.

Zur Ausstellung erscheint eine Edition.

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+49(0)2043-3198371 |+49(0)2043-3198372
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Mit freundlicher Unterstützung von

Stiftung neg

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