Neue Galerie Gladbeck

ABSTRACT confusion

10. Februar – 30. März 2012

Axel Anklam

Madeleine Boschan

André Butzer

Sean Dawson

Shannon Finley

Wolfgang Flad

Torben Giehler

Terry Haggerty

Isabel Kerkermeier

Martin Kobe

Peter K. Koch

Karsten Konrad

Gerhard Mantz

Wilhelm Mundt

Frank Nitsche

Bernd Ribbeck

Tanja Rochelmeyer

Thomas Scheibitz

Robert Seidel

Klaus-Martin Treder

Karsten Konrad: "Mean Machine", 2009 (courtesy of loop - raum für aktuelle kunst, berlin)

Karsten Konrad: "Mean Machine", 2009 (courtesy of loop - raum für aktuelle kunst, berlin)

Die Neue Galerie Gladbeck freut sich außerordentlich, die kommende Ausstellung zu präsentieren: ABSTRACT confusion.

Exemplarisch für die Gegenwartskunst konfrontiert die Ausstellung ABSTRACT confusion 20 international herausragende künstlerische Positionen miteinander. Lässt sich doch seit etwa zehn Jahren eine vielgestaltige, gattungsübergreifende Entwicklung hin zu einer „Neuen Abstraktion“ ausmachen: Malerei (Butzer, Dawson, Finlay, Giehler, Haggerty, Kobe, Nitsche, Ribbeck, Rochelmeyer, Scheibitz, Treder), Skulptur/Plastik (Anklam, Flad, Konrad, Mundt Scheibitz), Installation (Boschan, Kerkemeier), Fotografie (Koch) und Video (Mantz, Seidel).

1907 beschrieb Wilhelm Worringer in seinem für die Moderne richtungsweisenden Buch Abstraktion und Einfühlung schon einmal eine „Neue Abstraktion“ und kam zu der These, dass ein vertraut wiedererkennbarer Realismus immer dann sich voll entfalte, wenn der Mensch sich aufgehoben und geborgen fühle in seiner Zeit, in aufgewühlten und turbulenten Zeiten hingegen die Abstraktion blühe. Demnach müsste allerdings nahezu alle Kunst heute so abstrakt sein wie nie zuvor in der Kunstgeschichte.

Bei diesem ‚abstrakten Durcheinander‘ scheint eine Ausstellung wie ABSTRACT confusion aktuell also umso dringlicher. Besonders, da ‚das Abstrakte‘, ‚Abstraktheit‘ oder ‚Abstraktion‘ so außerordentlich schwer zu fassen sind.

Die Fragen, die sich mit der Ausstellung ABSTRACT confusion verknüpfen, sind beispielsweise: Was ist das ‚Neue‘ dieser „Neuen Abstraktion“? Warum wenden sich Künstlerinnen und Künstler wieder verstärkt der Abstraktion zu? Ist dies in Weltflucht oder ästhetisch-utopischen Gegenentwürfen begründet? Doch zugleich auch kritisch die bildnerischen Maßstäbe und impliziten Gefahren einer „Neuen Abstraktion“ überprüfend, ob alles, was heutzutage abstrakt aussieht, geschichtlich auch wirklich abstrakt ist und nicht bloß einem verborgenen Naturalismus entspringt, der eine historische Formensprache als ‚lifestyle-Kunsthandwerk‘ oder schlichtes Design abbildend imitiert oder mit kaleidoskopischen Tapetenmustern illustriert?

Deshalb kommt, neben aller intellektuellen Aufladung der Abstraktion, bei einem ersten Überblick über derartige abstrakte Tendenzen gerade der sinnlichen Erfahrungsdimension, die den Betrachtern in der Ausstellung eröffnet wird, unerlässliche Bedeutung zu. Indem ABSTRACT confusion als Ausstellung den bisweilen entrückten geistigen Gehalt abstrakter Kunst wieder mit der unmittelbaren Sinnlichkeit der einzelnen Kunstwerke versöhnt, bietet sie den Betrachtern die Möglichkeit, die gegenwärtigen Bedürfnisse, Absichten oder Notwendigkeiten der „Neuen Abstraktion“ zu erfahren und damit gleichsam auch Einiges über den eigenen Umgang mit Welt (eingefühlt) und Denken (abstrakt).

ABSTRACT confusion wird sowohl dem kunstinteressierten Publikum das Thema durch die visuelle Opulenz und Vielfalt der gezeigten künstlerischen Werke nahebringen als auch dem wissenschaftlichen oder professionellen Kunstbetrachter durch den fundierten und einmaligen Blick auf bislang kaum erschlossenes Gebiet.

Zudem kooperiert die Neue Galerie Gladbeck mit drei deutschen Ausstellungshäusern, deren Übernahmen von ABSTRACT confusion die Relevanz der Ausstellung bezeugen: b-05 Kunst- und Kulturzentrum (15. Mai – 14. August 2011), Kunstverein Ulm (10. September – 13. November 2011) und Kunsthalle Erfurt (15. April – 27. Mai 2012).

Der umfangreiche, die Ausstellung begleitende Katalog mit zahlreichen Farbabbildungen sowie umfangreichen Informationen zu Künstlern und Hintergründen erscheint im Kerber Verlag Bielefeld / Leipzig / Berlin.

André Butzer: >Freundliche Begegnung mit anderen Farben<, 2009 (courtesy of Galerie Christine Mayer, München)
André Butzer: “Freundliche Begegnung mit anderen Farben”, 2009 (courtesy of Galerie Christine Mayer, München)

Mit freundlicher Unterstützung von

Stiftung neg

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Neue Galerie Gladbeck, Bottroper Str. 17, 45964 Gladbeck

Öffnungszeiten: Mi-So 15-20 Uhr; Phone: +49(0)2043-3198371; e-mail: info@neue-galerie-gladbeck.de; www.neue-galerie-gladbeck.de


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