Neue Galerie Gladbeck
Neue Galerie Gladbeck

ANDRÉ BUTZER

22. April – 01. Juli 2016


Eröffnung: Freitag, 22. April, 19.30 Uhr

Zur Eröffnung sprechen: Ulrich Roland, Bürgermeister der Stadt Gladbeck

Die Einführung hält Christoph Tannert, Künstlerhaus Bethanien Berlin

900 Kopie

Ansicht von: A. Butzer, Untitled, Oil on Canvas, 260x320cm, 2014-2015 (Courtesy Galerie Max Hetzler, Berlin/Paris) Photo: Steffen Krüger, Friedens-Siemense Co., Rangsdorf

Die neuen Arbeiten André Butzers behandeln auch in dieser Ausstellung eine kontinuierliche Auseinandersetzung mit dem sich-Verhalten bildnerischer Mittel. Die seit 2010 entstehenden „N-Bilder“ sind hierbei bezeichnend. Jedes dieser Bilder hat sein charakteristisches Arrangement durch das von Butzer verwendete künstlerische Maß „N“, bei dem es sich jedoch keineswegs um eine rationale Größe handelt. „N“ verweist auf den von Butzer geschaffenen Neologismus „NASAHEIM“. Hierbei ist „N“ zu verstehen als wiederkehrenden, schwellenhaften Bild-Ort, der sich als eine Art Wallfahrtsort im Weltraum bezeichnen lässt und durch seinen Ursprungscharakter besticht.

In diesem Jahr werden in der Neuen Galerie in Gladbeck ganz neue Werke des Künstlers André Butzer erstmals in seiner Ausstellung dem interessierten Publikum gezeigt.

Butzer selbst betitelt seine Werke mitunter als „Science- Fiction-Expressionismus“, bei dem es einen komplizierten Bildkosmos zu geben scheint. Dies lässt sich eindrucksvoll bei Betrachtung seiner Werke bestätigen. Verweist ein querformatiges Gemälde der Ausstellung noch schemenhaft auf weiße Flächen, die den Bildaufbau vorangegangener Bilder horizontal aufgespannt bestimmt haben, so lösen sich die übrigen Bilder bereits von dieser Konstellation. Was nach dieser Auflösung bleibt, ist ein vollständig gewordenes Bildmotiv mit einer einzelnen weißen, balkenähnlichen, schwingenden Lichtung, eingebettet im rechten Bereich der Fläche. Butzer untersucht durch diese Art der Auseinandersetzung bildnerische Mittel auf ihre Autonomie und Eigendynamik. Hierbei ist die Basis seines künstlerischen Schaffens das Finden der richtigen Verhältnisse zwischen den verschiedenen Bildelementen. Eindrucksvoll wird bewiesen, dass nicht weltliche und rationale Größen zur Entstehung solcher Werke benötigt werden. Vielmehr entsteht eine autonome Bildsetzung durch den ständigen Bruch mit gesetzten Konventionen und geometrischen Maßen.

Butzers Bilder sind nicht seriell. Jedes Einzelne eröffnet einen eigenen Bildaufbau, der nicht automatisch einem bestimmten Prinzip folgt, sondern jedes Mal von Neuem ausgelotet werden muss. Jedem dieser Bilder liegt eine profunde Auseinandersetzung mit dem sich zueinander verhaltenden Farben und Formen und deren Verhältnis zum Licht zugrunde, welche den Werken seine markante Wirkung  verleiht.  Dies zeigt sich beispielsweise bei zunächst schwarz oder weiß wirkenden Flächen, die bei sich änderndem Lichtverhältnis- und einfall verschiedene Nuancen des gesamten Farbspektrums erkennen lassen. So entsteht eine eigene Spannung und Farbigkeit der Bildelemente. Das leicht rötlich schimmernde Schwarz absorbiert das Licht nicht nur, sondern dient selbst lichtspendend der bildnerischen Gesamtheit, welches zur Lichtquelle wird. Dieser Effekt führt zu einem geradezu feierlichen Ausdruck und betont den anfänglichen, stiftenden Charakter dieser Werke.
Klar erkennbar ist die notwendige Einheit, welche die Farben schwarz und weiß in Beziehung zueinander bilden und eben nicht den oftmals vorausgesetzten Kontrast dieser. Durch die so entstehende Eigendynamik erscheinen die Werke fast schon lebendig, sodass die einzelnen Bilder zu flimmern und zu pulsieren scheinen. Auf diese Weise bestechen die N-Bilder durch Statik einerseits und Bewegung andererseits, sodass eine rhythmische Einheit erkennbar wird. Sammler schätzen seine Werke und sehen in ihnen die provokante und post-konzeptionelle Auseinandersetzung der Bildelemente in einem ungeahnten Maß.

André Butzer ist 1973 in Stuttgart geboren. Er lebt und arbeitet in Rangsdorf bei Berlin. In den Jahren 1996 bis 2000 war er Begründer und Mitglied der elitären Gruppe „Akademie Isotrop“ in Hamburg, welche über zwanzig Gleichgesinnte, darunter Jonathan Meese, zählt. Seine Arbeiten wurden bereits in zahlreichen Einzelausstellungen präsentiert, u. a. in der kestnergesellschaft, Hannover (2011); Kunsthistorisches Museum – CAC Contemporary Art Club im Theseustempel, Wien (2011); Kunsthalle Nürnberg (2009) und im Kunstverein Heilbronn (2004). Butzer war an wichtigen internationalen Ausstellungen beteiligt, zuletzt in der Kunsthalle Düsseldorf (2015), im Kunstmuseum Stuttgart (2014), Kunsthalle Emden und im MoCA – Museum of Contemporary Art, Los Angeles (beide 2013). 2015 eröffnete eine Einzelausstellung mit Butzers Werken im Kunstverein Reutlingen.

Neue Galerie Gladbeck
Bottroper Str. 17|45964 Gladbeck
+49(0)2043-3198371 |+49(0)2043-3198372
info@neue-galerie-gladbeck.de |www.neue-galerie-gladbeck.de
Öffnungszeiten: Mittwoch bis Sonntag 15 – 20 Uhr

Presse: Jens Dornheim | M 0151 5370 4465 | jens.dornheim@neue-galerie-gladbeck.de


Neue Galerie Gladbeck, Bottroper Str. 17, 45964 Gladbeck.

Tel: 02043-3198371, info@neue-galerie-gladbeck.de

Öffnungszeiten: Mittwoch bis Sonntag von 15-20 Uhr.

www.neue-galerie-gladbeck.de


Mit freundlicher Unterstützung von

Stiftung neg

ELE_Logo_GLA_rgb

Neue Galerie Gladbeck, Bottroper Str. 17, 45964 Gladbeck

Öffnungszeiten: Mi-So 15-20 Uhr; Phone: +49(0)2043-3198371; e-mail: info@neue-galerie-gladbeck.de; www.neue-galerie-gladbeck.de


Drucken nach oben